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SDG 4 Bildung

Frage 1: Was ist Ihre strategische Zielvorstellung als Schulträger*in für die Infrastruktur der Bildungseinrichtungen (KITA, Schule) in Lüneburg für das Jahr 2030?
Welche konkreten baulichen und Ausstattungs-Maßnahmen haben Sie dann umgesetzt, um sicherstellen, dass alle Kinder Lüneburgs unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Gesundheit, Religion und sexueller Orientierung eine hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung in denen von Ihnen als Schulträger*in betriebenen Einrichtungen abschließen?


Frau Kalisch sieht in der Bildung die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und für Teilhabe am Gesellschaft- und Berufsleben und versteht dabei Bildung als einen lebenslangen Prozess. Ihr sei es wichtig, dass alle die gleichen Chancen auf Bildung haben, auch bei ungleichen Startbedingungen. Sie möchte sehr zügig eine Schulentwicklungsplanung unter breiter Beteiligung der Einrichtungen, Interessengruppen und relevanten Initiativen erarbeiten. Dabei solle die räumliche und sächliche Ausstattung der städtischen Bildungseinrichtungen nachhaltig verbessert werden. Alle Bildungseinrichtungen sollten auf dem Weg zur Nachhaltigkeit gefördert werden und bei städtischen Baumaßnahmen grundsätzlich ökologischen Standards folgen. Frau Kalisch ist es darüber hinaus wichtig, die Digitalisierung der Bildungseinrichtungen zügig voranzutreiben. Dazu gehöre die rasche Umsetzung des Digitalpaktes, der Ausbau von WLAN für alle Klassenzimmer, das Angebot von Fortbildung und Beratung sowie Pflege der IT-Ausstattung, z.B. durch die Einstellung von Systemadministrator*innen durch die Stadt als Schulträger. Sie habe sich im Bereich der Bildung folgende Ziele vorgenommen: Die Förderung von Inklusion, Gesamtschulen und Wahlfreiheit an den Schulen, kommunale Teilvergütung der Erzieher*innenausbildung, Verbesserung der Verfügungszeiten und Betreuungsschlüssel, die rechtzeitige und adäquate Vorbereitung der Ganztagsbetreuung. Dabei sollten alle Bürger*innen und Kinder von Lüneburg die gleichen Chancen haben – egal, woher sie kommen, wen sie lieben und woran sie glauben würden.


Frau Steinrücke setzt auf die beste Bildung für alle vom Anfang an: Sie findet dafür vor allem Maßnahmen zur Prävention und zur Begleitung der Übergänge wichtig, und dass kein Kind durchs Bildungsnetz falle. Nach ihrem Verständnis bilde jedes Kind den Ausgangspunkt der individuellen Bildung. Sie möchte, dass jedes Kind in Lüneburg glücklich aufwachsen kann. Besonders wichtig sind Frau Steinrücke diejenigen Kinder, die aus schwierigen Lebensverhältnissen kommen und zuhause keine ausreichende Unterstützung erfahren würden. Über den Ausbau von allen Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren sollten Angebote für Familien mit Bewegung, Beratung und Unterstützung geschaffen werden. Darüber hinaus sollten ausgewählte Grundschulen zu Familienzentren in Zusammenarbeit mit der Landesschulbehörde ausgebaut werden. Frau Steinrücke versichert, dass der Betreuungsschlüssel der KITAs in Lüneburg auch weiterhin über der gesetzlichen Regelung liege. Die Betreuungsquote in den Krippen solle zukünftig über 90% liegen. Gemeinsam mit Eltern und Fachkräften möchte sie die Raumprogramme der Bildungseinrichtungen für die Zukunft entwickeln und umsetzen. Die Sanierung, die Ausstattung der Schulen mit Luftfiltern und die Digitalisierung von Schulen lägen ihr am Herzen. Eine Schulentwicklung in integrierten Gesamtschulen ermögliche ihrer Meinung nach allen Kindern in Lüneburg ihren Schulabschluss ohne Ausgrenzungserfahrungen zu machen. Dazu brauche es ein flexibles Raumprogramm in den Schulen für kleine Arbeitsgruppen oder für die Einzelbetreuung. Frau Steinrücke möchte Inklusion auch durch den baulichen Standard unterstützen. Sie möchte gesundes Schul- und KITA-Essen durch eigenständig betriebene Küchen in KITAs, Quartiersküchen oder über Einrichtungen in der Nachbarschaft sowie über die Richtlinien für gesundes, ökologisches und nachhaltiges Essen ermöglichen.


Frau Scherf hat das Ziel, spätestens im Jahr 2030 Lüneburg als eine moderne und vielfältige Bildungslandschaft mit umfassend sanierten KITA- und Schulgebäuden, die technisch bestens ausgestattet sind, zu entwickeln. In Sachen Digitalisierung stünden die Schulen dann „an der Spitze der Bewegung“. Sie möchte auf jeden Fall die Vielfalt in der Bildungslandschaft und die verschiedenen Schulformen – IGSen, Gymnasien, Oberschulen, Grundschulen, Förderschulen in Lüneburg erhalten. Dabei sollten in Lüneburg qualitativ hochwertige Ganztagsangebote und inklusive Bildungsangebote geschaffen werden, wobei die letzteren ihrer Meinung nach immer freiwillig ohne Bevormundung sein sollten. Nach ihrem Bildungsverständnis solle die Bildungsinfrastruktur in Lüneburg das Beste für die jungen Menschen ermöglichen. Dazu gehören ihrer Meinung nach gut ausgebildete, gut bezahlte und mit ausreichend Zeitkontingenten ausgestattete Erzieher*innen, Lehrer*innen und Sozialpädagog*innen. Für die Verwaltung und die technische Betreuung in Schulen sollten nicht mehr Lehrkräfte, sondern dafür ausgebildete Mitarbeitende der Stadt eingesetzt werden. Die zeitgemäße technische Ausstattung von Schulen ist Frau Scherf wichtig, und sie möchte dazu auch ein leistungsstarkes WLAN auf den Schulgeländen der Stadt Lüneburg etablieren. Dazu würde sie die Digitalisierungsmittel des Bundes auch für Lüneburg abrufen wollen. Für einen zügigen und effizienten digitalen Ausbau der Schulen möchte Frau Scherf mit dem Landkreis als Schulträger zusammenarbeiten. Gemeinsam mit dem Rat der Stadt und Experten werde sie baulich das umsetzen, was der Erreichung der genannten Ziele diene – und finanzierbar sei. Dabei möchte sie nach Kostenvergleichen und finanziellen Möglichkeiten prüfen, ob Schulneu- oder -anbauten die Lösung sind oder Sanierungen von vorhandenen Gebäuden vorteilhafter wären. Sie möchte die Lernenden sowie die Lehrenden technisch umfassend und fortlaufend auf hohem Stand ausstatten und in die Lage bringen, die Technik zu nutzen. Bildung ohne Schulsport ist für Monika Scherf nicht denkbar. Daher sei es ihr wichtig, dass hierbei auch der Vereinssport auf Augenhöhe mitberücksichtigt wird, da dieser für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch die Förderung von Teamgeist, Verantwortung und Disziplin bedeutsam und für das gesellschaftliche Zusammenleben unerlässlich sei.


Herr Meihsies sieht in den bisher vom Stadtrat verabschiedeten Schulneubau- und Sanierungsprogrammen die Grundlage für das gemeinsame Handeln von Politik und Verwaltung als Schulträger. Diese (vorhandenen) Programme möchte er regelmäßig überprüfen und bei Bedarf fortschreiben. Derzeit sehe er einen Bedarf der Digitalisierung in den Schulen und möchte diese voranbringen.
Da das Budget für Schulausstattungen im Stadtrat verabschiedet werde, sieht er hier auch die Verantwortung. Er selbst könne lediglich die Prioritäten und Notwendigkeiten gemeinsam festlegen und dazu sei ihm der Austausch mit den Schüler- und Elternvertretungen wichtig.
Herr Meyer möchte nicht erst im Jahr 2030, sondern idealerweise kurzfristig die Infrastruktur der städtischen Bildungseinrichtungen in Lüneburg digitalisieren. Darüber hinaus seien die erforderlichen baulichen Voraussetzungen in unserer wachsenden Stadt zu treffen, gegebenenfalls über eine personelle Aufstockung des verantwortlichen Verwaltungspersonals. Für Herrn Meyer soll dazu eine Bestandsaufnahme in Form der Erstellung eines städtischen Bildungseinrichtungs-Katasters erfolgen, um den vollständigen Ist-Zustand der vorhandenen Ausstattung mit dem geforderten Sollzustand abzugleichen. Aus diesem Abgleich ergäben sich dann die für ihn erforderlichen Maßnahmen.


Herr Pauly möchte sich für eine wohnortnahe Beschulung für Grundschüler*innen einsetzen. Dazu gehöre für ihn auch, Schulen dorthin neu zu planen und zu bauen, wo die Schüler*innen wohnten; und hier ganz konkret auch im Hanseviertel. Für die Nachnutzung von Schulen in ehemaligen Baugebieten möchte er Andersnutzungskonzepte derjenigen Gebäude entwickeln, die heute und mittelfristig KITAs und Schulen seien. Diese könnten z.B. als sportliche Einrichtungen oder Gemeinschaftseinrichtungen umgenutzt werden. 
In den Sek II-Schulen solle in der Stadt endlich der Bedarf an Gesamtschulplätzen gedeckt werden. Anstelle von dauerhaften Sanierungen von Schulgebäuden sollten Ersatzneubauten nach modernen Kriterien bei den Vorhaben immer mit geprüft werden.


Für Herrn Kerber gehören zu einer guten Lüneburger Infrastruktur an Bildungseinrichtungen sowohl günstige Verkehrswege, als auch nachhaltige Gas-, Strom- und Wasserversorgungen und auch das nachhaltige Beförderungssystem, sowie Freizeitangebote und Sportanlagen. Schulen sollten ausreichend ausgestattet sein mit Materialien, einer Turnhalle, einem Sportplatz und Bushaltestellen. Digitale Angebote wie das Internet müssten für die Schulen zugänglich sein. Dafür möchte er als Voraussetzung Breitbandzugänge und W-Lan schaffen.
Als Schulträger fühle er sich verantwortlich, weitsichtig auf Jahre im Voraus zu planen, damit man wisse, wo die Schüler unterrichtet werden sollten. Für Grundschulen möchte er Schülerströme durch neue Einzugsbereiche nachsteuern, so dass Einschulungen gegebenenfalls umgelenkt werden müssten.


Frau Hoffmann möchte als Trägerin der pädagogischen Einrichtungen die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, indem die Erzieher(in)-Kind-Relationen nach internationalen Maßstäben ausgerichtet würden. Ihrer Meinung nach müssten die Schulen räumlich ansprechend gestaltet werden. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und Bildung sei vor allem der Wald als außerschulischer Bildungsort pädagogisch zu nutzen. Der Ausbau von Access Points an den Schulen sei wichtiger Bestandteil zur Gleichstellung aller, da das Lernen digital im Fließtempo des Verstehens laufen müsse und zurzeit durch Fehlfunktion ständige Ermüdung erzeugt werde. Ihr sei die bewegte Schule wichtig, damit diese nach der Coronakrise einer stark erhöhten Anzahl an Kindern mit Konzentrationsmängeln und Hyperaktivität begegnen könne. Um diesen Kindern eine gesunde bewegte Form von Beschulung anbieten zu können möchte sie, dass Stehpulte, Matten, Kissen etc. zur Verfügung gestellt werden. Dadurch können ihrer Meinung nach Schulbegleitungen für hyperaktive Kinder abgebaut werden.